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Sonstige demokratie- und rechtsstaatsfeindliche Phänomene

Indem die Bereiche Rechtsextremismus sowie religiös motivierter Extremismus durch einen dritten Bereich „Sonstige demokratie- und rechtsstaatsfeindliche Phänomene“ ergänzt wird, lässt das Landesdemokratiezentrum (LDZ) Raum für andere Extremismusphänomene und kann flexibel auf neue Anforderungen und themenverwandte Phänomene reagieren, während gleichzeitig die Kompetenzen in den Kernbereichen ausgebaut werden können.


Kontaktstelle „linke Militanz“

Seit dem 01.01.2018 bietet der Verein KAST e.V. eine landesweite Kontaktstelle für Lehrer_innen, Schulsozialarbeiter_innen, ehrenamtlich Tätige und weitere Interessierte an. Die Mitarbeiter_innen von KAST e.V. bieten Menschen Hilfestellung, die sich im Kontext linker Militanz in schwierigen Lebenssituationen befinden und eine Unterstützung beim Entwickeln neuer Perspektiven benötigen. Hierbei nutzen die Mitarbeiter_innen von KAST e.V. die landesweit bestehenden guten Verbindungen zu Bewährungshilfe und Jugendämtern.


Informationsstelle Phänomenbereich türkischer Ultranationalismus

Neben der Fortführung des Facharbeitskreises „Türkischer und kurdischer Ultranationalismus“ (TUKUNE) fördert das LDZ auch die Planung und Organisation eines Fachtages, einer themenspezifischen Informationsbroschüre sowie die Ausarbeitung eines pädagogischen Fortbildungskonzeptes zur Thematik „Türkischer Ultranationalismus in Deutschland“.


Recherche- und Auswertestelle Antisemitismus

Das LDZ fördert seit dem Jahr 2018 eine mehrjährige, kontinuierliche Erhebung des Trägers zebra e.V. zum Antisemitismus. Weltweite politische Entwicklungen, vermehrte Anschläge und deutschland- sowie europaweite Übergriffe machen die Notwendigkeit der Präventionsarbeit gegen alle Formen des Antisemitismus deutlich. 

Über das tatsächliche Ausmaß antisemitischer Vorfälle liegen aktuell jedoch keine belastbaren Daten vor, da vorhandene Daten der zuständigen Strafverfolgungsbehörden lediglich nur den strafrechtlichen Teil, das sogenannte „Hellfeld“ beleuchten. Um das Phänomen einschätzen und passgenaue Maßnahmen zur Prävention entwickeln zu können, braucht es ein landesweites, unabhängiges Monitoring antisemitischer Vorfälle. Daher soll eine Melde- und Informationsstelle zum Themenfeld aufgebaut werden. 

Ziel des landesweiten Monitorings ist die Generierung belastbarer Informationen zu quantitativem Ausmaß, Erscheinungsformen, geografischen und zeitlichen Schwerpunkten sowie Kontexten und Betroffenen antisemitischer Vorfälle in Schleswig-Holstein.